Chronologie eines Dramas

Ich bin nach einer Woche aus der ReHa entlassen worden, weil mein Stumpf sich entzündet hatte und die Defekte immer größer wurden. Wieder zurück im Celler Krankenhaus wurde eine Wundrevision durchgeführt. Wieder einmal unter Vollnarkose wurden die entzündeten Partien herausgeschnitten. Ich konnte in Wochenende zuhause verbringen und bin dann voll auf den Stumpf gefallen. Ich saß auf einem Stuhl und wollte aufstehen. Mein Hirn gaukelte mir vor, mein linkes Bein wäre existent und mein rechtes würde fehlen. Also verlagerte ich mein Gewicht nach lin ks und bin einfach vom Stuhl gefallen. Da die Wunde blutete, musste ich mein Besuchswochenende vorzeitig abbrechen. “Ist nicht so schlimm” diagnostizierten die Ärzte…aber die Schmerzen nahmen täglich zu. Fünf Tage später platze bei einem Spaziergang die entstandene Wundhöhle auf. Es folgten weitere vier Wundrevisionen und der Stunpf wurde immer kürzer. Nach der letzten OP haben sie mir ein Vakuumsystem eingebaut, das das Wundsekret absaugen sollte. Da war für mich Schluss!

Mein Bruder Frank, der mich in all den Wochen als Bruder und als Arzt betreut hatte, riet mir, das Krankenhaus zu wechseln. So supernett die Ärzt in Celle auch waren…sie haben es einfach nicht übers Herz gebracht,radikal zu entscheiden. Innerhalb eines Tages konnte ich in ein Krankenhaus in Hannover wechseln. Hier hatte mein Bruder als Stationsarzt gearbeitet und war bekannt.

–>  ton be continued

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