Erster Frust

Nun ist es zwei Wochen her, dass man mir den Unterschenkel amputierte…und jetzt stellt sich der erste Frust ein. Mich nervt das Amputiertsein zunehmend. Es mag daran liegen, das ich zurzeit nichts machen kann. Die Reha beginnt frühestens nächste Woche…das Krückentraining ohne Prothese ist sinnlos…und mein erstes Kunstbein kommt auch erst Anfang nächster Woche. Das einzige, was mich positiv stimmt ist die Tatsache, dass ich seit einer Woche in einem Privatpatientenzimmer liege. Dort gibt es Fernsehen, ein Klo und eine Dusche im Zimmer und einen netten zweiten Mann. Die Kassenzimmer haben weder Fernsehen noch Radio…und das Klo ist auf dem Flur. Die nächste Dusche ist für mich auf einer anderen Station…und die meisten Patienten sind dement, weil dieses Krankenhaus demnächst (ab Juni) ein rein geriatisches Fachkrankenhaus wird. Auf meiner Station gibt es mit mir zusammen nur drei Patienten unter 50.

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